Der Riemenboden

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Im Riemenboden wird die Kraft des großen Motors, die aus dem Kellergeschoss hierher übertragen wird, auf diverse Transmissionsantriebe verteilt. Deshalb dominieren hier die großen Wellen mit den aufgesetzten Riemenscheiben aus verschiedenen Materialien. Zu den Zeiten der Mehlherstellung stand hier auch eine Reinigungsmaschinen für das Mahlgut. Denn vor dem Vermahlen musste das Getreide noch verschiedene vorbereitende Arbeitsprozesse durchlaufen.


Vor dem Vermahlen wurde das Getreide gereinigt. Die Reinigungsmaschine war sehr groß. In ihr waren mehrere Geräte nacheinander angeordnet. Zuerst lief das Getreide über den Magnetabschneider, der vorhandene Eisenteile, z.B. Nägel und dgl., zurückhielt. Durch ein Gebläse und durch Siebe wurden danach im Aspirateur Verunreinigungen wie Spreu, Sand etc. entfernt.


Im Trieur wurde die vom Getreidekorn in Form und Größe abweichenden Bestandteile (z.B. Unkrautsamen und Mutterkorn) ausgelesen. So gereinigt gelang das Korn in die einzelnen Maschinen. Heute existieren die Reinigungsmaschinen nicht mehr. Statt dessen finden sich hier die Wellen für die Kraftverteilung der Transmissionen, die Fragmente einer Quetsche und ein kleiner Flockierstuhl, eine Maschine zur Herstellung von Haferflocken. Außerdem ist die Werkbank des Müllers erhalten. Er war Multifunktionshandwerker: Zimmerer, Schlosser, Sattler, Steinmetz und natürlich Landwirt.


Die kleine Kammer im Eingangsbereich gehört nicht zum Originalzustand der Mühle. Hier wurde aus dem Holz der Kornkammern ein Raum abgetrennt und mit Tisch und Sofa ausgestattet. Diese Kammer diente Otto Niemeyer-Holstein als Refugium bei seinen Aufenthalten auf dem Mühlenberg. Aufmerksame Beobachter finden neben der Tür der Kammer das erhaltene Spurzapfenlager der Königswelle.

 

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Öffnungszeiten Mühle:

April bis Oktober

Montag Ruhetag

Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr


Wetterbedingte Schließungen bleiben vorbehalten. Nach telefonischer

Anmeldung sind auch individuelle

Absprachen und Führungen möglich.